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Diese Anleitung behandelt nur das Bein bis zum Knöchel (wie auf dem Bild meines Testsockens).
Wenn mit handelsüblichem Strumpfgarn (4-fädig von zB. Regia oder Socka) gestrickt wird, kann nach der Anleitung für Anfänger ab dem Punkt "(Archilles-)Ferse.." weitergearbeitet werden.
Wer kein handelsübliches Strumpfgarn verwendet, sollte sich auch die Anleitung zu den zu berechnenden Socken durchlesen und verwenden.
Der Artikel stammt im Original von
Holly Shaltz. Die graumelierten
Strümpfe auf dem Bild rechts sind ihr erstes Paar. Mein erster Strumpf darunter sieht
etwas bunter aus: ich habe alle Reste von Strumpfgarnen verstrickt für ein Testobjekt,
das ich sogar einmal wieder aufgeribbelt habe, weil er zu weit war. Abgesehen davon war er
einfach zu berechnen und machte viel Spaß beim Stricken.
Ganz wichtig ist eine gute Maschenprobe! Auch wenn man sich bisher nach den Angaben auf der
Banderole des Garns richten konnte, ist es wichtig eine Maschenprobe zu stricken. Hätte
ich das getan, wäre mir das Aufribbeln erspart geblieben. Ebenso sollten die Maße
vom Bein des Trägers sorgfältig ermittelt werden, damit der Strumpf wirklich nicht
rutscht. Um auf der ganz sicheren Seite zu sein sollte der Strumpf etwas kleiner in der Weite
gestrickt werden als die Maschenprobe angibt, damit er sich gut an die Wade schmiegt.
Die ermittelte Länge darf nicht verkürzt werden.
Damit die Kniestrümpfe nicht rutschen, müssen sie geformt sein. Eine angenehme, nicht zu feste Weite am Knie, die sich erweitert zu einer angenehmen, nicht zu festen Weite an der Wade und sich dann auf die Weite des Knöchels verringert (was man auf den Fotos gut sehen kann) ist wirklich einfach zu stricken und die halbe Stunde wert, die man zum Berechnen der Maschen- und Rundenzahlen braucht.
Zuerst die zusätzlichen Maße für Kniestrümpfe:
| Abkürzungen | Wie zu messen ist: | Eigene Ergebnisse: |
| K | Umfang des Beins direkt unter dem Knie | |
| W | Umfang der Wade an der stärksten Stelle | |
| K-W | Strecke zwischen direkt unter dem Knie bis zur stärksten Stelle der Wade minus 1,5 cm | |
| W-Kn | Strecke zwischen der stärksten Stelle der Wade bis schmalstem Umfang des Knöchels minus 1,5 cm | |
| K-Kn | Strecke zwischen direkt unter dem Knie bis schmalstem Umfang des Knöchels | |
Um angenehm zu tragen zu sein dürfen Kniestrümpfe auf keinen Fall rutschten . Um sicher zu gehen, daß die Strümpfe sich selbst oben halten, auch wenn sie durch das Tragen schon etwas gedehnt sind, werden die gemessenen Umfänge des Beins etwas abgerundet, bevor man sie mit der ermittelten Maschenanzahl multipiziert. Ein gutes Ziel für eine Maschenzahl ist ein Vielfaches von 8 das mindestens 1,5 cm schmaler ist als die gemessenen Umfänge von Knie und Wade.
| Strumpfbereich | Anzahl der Maschen oder Runden |
| Anschlag für das Bündchen | |
| Bündchenrunden | |
| Runden vom Knie zur Wade | |
| Runden zwischen Zunahmerunden zur Wade | |
| Maschenanzahl an der Wade | |
| Runden zwischen Zunahmen und Abnahmen an der Wade | |
| Runden von der Wade zum Knöchel | |
| Runden zwischen Abnahmerunden zum Knöchel | |
Zusammen mit diesen Angaben und denen für den zu berechnenden Socken (hier finden sich die Maße und Berechnungen für den Fuß) hat man die komplette Anleitung für maßgefertigte Kniestrümpfe.
Das Bündchen
Anzuschlagen sind K x Mz (Maschenzahl), abgerundet auf ein Vielfaches von 8 etwas schmaler
als das Bein. Man kann beliebig viele Runden im Bündchenmuster stricken, je länger
desto besser. Mein Probesocken hat ein besonders langes Bündchen, das ich bis über
das Knie ziehen kann (für wirklich kalte Tage).
Vom Bündchen zum oberen Ende der Wade
Ab hier wird in regelmäßigen Abständen zugenommen, für den Bereich zwischen
Knie und oberem Ende der Wade. Dazu berechnet man Schritt für Schritt:
Teile die Anzahl der Maschen die zugenommen werden müssen (Schritt 4 oben) durch 2 um die Anzahl der nötigen Zunahmerunden zu erhalten. Teile dann die Anzahl der gesamten Runden zwischen Knie und Wade (K-W) durch die Anzahl der Zunahmerunden. Diese Zahl, minus 1 für die aktuelle Runde, ist die Anzahl der Runden, die zwischen den einzelnen Zunahmerunden gestrickt werden.
Sollte die Berechnung nicht glatt aufgehen, rundet man zur nächsten vollen Zahl ab. Wenn alle so berechneten Rundenanzahlen kleiner sind als die gemessen-berechnete, kann man damit arbeiten. Sind es jedoch mehr Runden, rechnet man mit einer Runde weniger zwischen den Zunahmerunden und vergleicht noch einmal. Ganz wichtig: Gestricktes dehnt sich! Man braucht sich nicht so viele Gedanken zu machen, damit es besonders gut wird. Man kann immer noch ein paar Runden mehr oder weniger arbeiten wenn nötig. Möglich ist auch: *1 Rd glatt rechts, 1 Zunahmerunde, 2 Rd glatt rechts, 1 Zunahmerunde*, wiederholen ab * wenn das der Berechnung der Zunahmen zur Wade am Besten entspricht.
Vom oberen Ende zum unteren Ende der Wade
Sind alle Zunahmerunden und die dazwischenliegenden gestrickt, sollte man dieses Stück
sorgfältig messen: vom Ende des Bündchens (Übergang zum Bereich über
der Wade) bis zu den Nadeln. Das Bündchen selbst zählt extra. Diese Länge
vom Wert K-Kn (Strecke zwischen Knie und Knöchel) abziehen. Soviel muß für das Bein
noch gestrickt werden. Davon wiederum die Strecke W-Kn abziehen. Im Idealfall hat man 2-5 cm
übrig. Diese Länge wird glatt rechts gestrickt und wird der weiteste Teil des
Strumpfes an der Wade, bevor man mit dem Abnahmen in Richtung Knöchel beginnt.
Dieses gerade Stück an der Wade ist wichtig für die gute Paßform des Strumpfes.
Beträgt die Länge weniger als 2-5 cm, sollte der Bereich der Zunahmen mit einer Runde
weniger zwischen den Zunahmerunden geplant werden, sonst wird die Form für die Wade zu spitz.
Sind dagegen zuwenig Runden zwischen den Zunahmerunden geplant, und der Bereich endet zu weit
oberhalb der stärksten Stelle der Wade, ergibt sich ein unschöner Hohlraum. In beiden
Fällen sollte man sich die Mühe machen, bis zum Bündchen wieder aufzuribbeln und
neu zu stricken.
Vom unteren Ende der Wade zum Knöchel
Jetzt werden Maschen abgenommen. Da merkt man plötzlich wie schnell einem die Runden von der Hand gehen. Wie bei den Zunahmerunden vorhin muß festgelegt werden, wie lang dieser Bereich ist, mit wie vielen Maschen man enden will, wie viele Abnahmerunden man benötigt und wie viele glatt rechts gestrickte Runden dazwischen liegen sollen. Die Abnahmerunden sollten nicht bis zum Knöchel hinunterreichen, denn das Bein in seiner natürlichen Form hat zwischen Wade und Knöchel in
etwa den gleichen Umfang. Selbst bei meinem Probesocken liegt die letzte Abnahmerunde 7cm über dem Fersenbeginn.
Abnahmerunden werden ähnlich wie Zunahmerunden gearbeitet: glatt rechts stricken bis zu den letzten 3 Maschen der Nadel, die auf der Rückseite des Strumpfes endet, 2M zusammenstricken, 1M rechts. Nächste Nadel: 1 M rechts stricken, 1M abheben, 1M rechts stricken, abgehobene Masche überziehen, den Rest der Runde glatt rechts stricken.